Wespen – richtiges Verhalten und Tipps zu vertreiben

Geschrieben von: Judit

2015-08-11

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Am See, auf dem Balkon oder mitten in der Stadt. Die warmen Temperaturen kommen den Wespen entgegen, die nun wieder besonders gerne die Menschen belästigen.

Wenn Wespen im Anflug sind, bekommen viele Menschen Panik. Das ist aber eigentlich nicht nötig, denn die Insekten haben in der Regel keine bösen Absichten. Sie stechen nur, wenn sie sich bedroht fühlen, also bleiben Sie ruhig und versuchen Sie nicht rumfuchteln.

Das Kohlendioxid unseres Atems lässt die Insekten panisch werden und sie stechen zu. Deshalb: Um einen Wespenstich zu vermeiden, nicht Anpusten!

Bei einem Tötungsversuch wechselt die Wespe vom Verteidigungs- in den Angriffsmodus, und die Gefahr, gestochen zu werden, steigt. In süßen Flüssigkeiten verenden sie qualvoll, und dann gibt die sterbende Wespe auch noch ein Pheromon ab, das weitere kampfeslustige Artgenossen anlockt. Der Zusammenhalt unter Wespen ist stärker, als man glaubt: Tötet man eine Wespe, werden die anderen nur aggressiver.

Hier sind 10 Tipps, die hilfreich sein, um einen Wespeschtich zu vermeiden:

  1. Süße Getränke wie Saft, Limonade oder aber auch Bier können zudem zu einer echten Gefahr werden, wenn die Insekten unbemerkt ins Glas krabbeln und beim Trinken in die Speise- oder Luftröhre gelangen. Es ist besser durch einen Stohhalm zu trinken.
  2. Wer im Garten oder auf dem Balkon nicht von Wespen behelligt werden will, sollte auf bunte Kleidung verzichten. Grelle Farben können Wespen anziehen. Weiße Kleidung ist für die Tiere optisch uninteressant. Auch Parfüms und Cremes mit intensiver Duftnote können Wespen anziehen.
  3. Nach dem Sport unverzüglich duschen. Der menschliche Körperschweiß lockt Wespen an.
  4. Der Geruch von Teebaumöl wirkt abschreckend. Einige Tropfen auf Kleidung oder Haut lassen Wespen das Weite suchen.
  5. Lockren Sie die Wespen weg. Legen Sie dafür ein paar reife Trauben auf die Seite, dann fliegen sie dorthin. Konfi und Honig besser sein lassen, denn dieser Geruch macht sie aggressiv.
  6. Die Pflanze Duftpelargonie soll die Insekten ebenfalls vertreiben. Ihr Zitrusduft riecht für die Wespen unangenehm.
  7. Nelken sollen Wunder wirken. Zum Beispiel zusammen mit einigen Scheiben Zitronen oder Orangen oder aber als Nelkenöl. Einfach ein paar Tropfen aufs Holz geben und in der Nähe des Sitzplatzes platzieren.
  8. Auch Basilikum, Tomaten oder Konblauchzehen hilfen. Der Geruch hält Wespen vom Tisch fern.
  9. Als weniger aufwändig und trotzdem sehr wirkungsvoll hat sich ein Kaffeepulver-Trick erwiesen. Man gibt etwas Kaffeepulver in eine feuerfeste Schale – beispielsweise einen Aschenbecher – und zündet es an. Das Pulver schwelt eine zeitlang vor sich hin. Der dabei entstehende Rauch hält zumindest die meisten Wespen fern und riecht noch nicht einmal unangenehm.
  10. Wenn du gerade einen Wasserzerstäuber zur Hand hast, spritze einige Tropfen auf die Wespen, das wird sie irritieren und sie fliegen weg. Ansonsten klappts auch mit Wasser an den Händen.

Wespennest im Garten: Was tun?

Mit einem Wespennest ist nicht zu spaßen. Wenn Sie sich von den Tieren bedroht fühlen, lassen Sie das Nest von einem Fachmann entfernen. Befindet sich das Nest an einer Stelle im Garten, wo Sie sich in der Regel nicht aufhalten, können Sie es aber auch hängen lassen.

Im Winter sterben die Insekten und die Königin kehrt im darauffolgenden Jahr nicht in das gleiche Nest zurück. Sind die Tiere verschwunden, können Sie das verlassene Nest einfach auf den Kompost oder in den Biomüll geben.

Wenn man unbeding den Nest entfernen muss, soll man die folgenden informieren:

  • Hauseigentürmer (wenn die Wohnung oder Haus vermietet ist)
  • Versicherungsfirma
  • Das Feuerwehr wenn der Nest schwer zu erreichen (Kosten rund 100 CHF +)

 Was bei einem Stich zu tun ist?

Ein Wespenstich erzeugt zunächst einen stechenden Schmerz. Das Wespengift führt dann zu einer sofortigen Rötung und Schwellung an der Einstichstelle, die zudem entzündlich juckt. In der Regel klingen die Beschwerden innerhalb von etwa 3-4 Tagen vollständig ab. Der Stachel der Wespe bleibt übrigens, anders als bei einem Bienenstich, nicht in der Haut zurück.

Das Wespengift aus der Wunde herausdrücken, jedoch nicht Aussaugen, da sich das Wespengift ansonsten über die Schleimhäute verteilt. Wenn vorhanden, das Gift mittels Saugstempel entfernen.

Ein Hausmittel gegen Wespenstiche ist Spucke! Der menschliche Speichel soll Wespengift neutralisieren können. Alternativ auch über einen Zuckerwürfel aufzutragen.

Der Saft der Zwiebel wirkt stark entzündungshemmend gegen Wespenstiche. Einfach halb aufschneiden und die Stichstelle sanft einreiben

Kühlen Sie die Schwellung. Dafür eignet sich ein Kühlakku oder eine Tüte mit Eiswürfeln, die in einen Waschlappen gegeben wird.

Entzündungshemmende Salben und Cremes mit Antihistamin aus der Apotheke helfen (z.B. Fenistil).

Ein Wespenstich im Mund, Lippe oder Zunge sind extrem unangenehm aber in der Regel nicht gefährlich. Doch was tun bei einem Wespenstich im Rachenraum?

  • Ruhe bewahren und nicht in Panik verfallen!
  • Sicherheitshalber zum Arzt oder ins Krankenhaus fahren (lassen), da die Atemwege zuschwellen können.
  • Sofortiges Lutschen von Eiswürfeln sowie eiskalte Halsumschläge, um die Schwellung zu bekämpfen.

Was tun bei allergischem Schock durch Wespenstich?

Für Allergiker kann ein Stich lebensgefährlich werden.

Wenn Sie feststellen, dass eine gestochene Person an Atemnot leidet, die Einstichstelle übermäßig anschwillt oder ein Ausschlag auftritt, sollten Sie sofort den Notarzt rufen. Diese Anzeichen deuten auf eine allergische Reaktion hin, die im schlimmsten Fall lebensbedrohlich verlaufen kann.

  • Rasch wirkendes Antihistaminikum
  • Giftsauger oder Saugstempel (aus dem Outdoor-Shop oder der Apotheke)
  • Adrenalin-Spray bei auftretender Atemnot, geschwollener Zunge oder Kreislaufbeschwerden – auch als Spritze

Damit es erst gar nicht zu einer solch heftigen Abwehrreaktion kommt, kann man die erkannte Wespenallergie durch eine Hyposensibilisierung oder spezifische Immuntherapie (SIT) deutlich abschwächen. Dazu wird dem Patienten das Insektengift über einen langen Zeitraum immer wieder in geringer Dosierung unter die Haut gespritzt, bis seine Reaktionen deutlich nachgelassen haben.

Quelle: 20min.ch, zuhause.de, rentokil.de

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