Wassersicherheit – sicher im Wasser

Geschrieben von: admin

2014-08-08

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Wassersicherheit

2400 Flusskilometer, 1500 Seen, zahlreiche Weiher, Kanäle, Baggerseen und Freibaden laden zum Spass im Nass. Die Risiken werden dabei leider oft unterschätzt.

Beinahe 50 Menschen ertrinken jährlich in der Schweiz. Ertrinken bei Kindern ist die zweithäufigste Unfall-Todesursache. Die meistens Ertrinkungsunfälle ereignen sich, wenn jemand alleine schwimmen geht. Die Unfallursachen sind meist dieselben: die Kraft des Wassers wird unterschätzt und /oder die eigenen Kräfte überschätzt.

Baderegeln von SLRG 

Die Einhaltung einiger grundlegender Verhaltensregeln kann verhindern, dass das Baden zum Drama wird.

1. Kinder nur begleitet ans Wasser lassen  – kleine Kinder in Griffnähe beaufsichtigen

2. Lange Strecken nie alleine schwimmen. Auch der bestrainierte Körper kann eine Schwäche erleiden.

3. Nicht in trübe oder unbekannte Gewässer springen. Unbekanntes kann Gefahren bergen.

4. Nie überhitzt ins Wasser springen. Der Körper braucht Anpassungszeit.

5. Nie alkoholisiert oder unter Drogen ins Wasser! Nie mit vollem oder ganz leerem Magen schwimmen!

6. Luftmatratzen und Schwimmhilfen gehören nicht ins tiefe Wasser. Sie bieten keine Sicherheit!  Tragen Sie und Ihr Kind bei Aktivitäten auf dem Wasser eine Rettungsweste.

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Retten – aber richtig

Letztes Jahr in der Schweiz sind 26 Personen in Seen, Flüssen oder Bades gestorben. Einige der Verunglückten könnten möglicherweise noch leben – wenn ihnen rechtzeitig und richtig geholfen worden wäre.

Nach einem Badeunfall muss der oder die Verunglückte natürlich zuerst aus dem Wasser gezogen werden. Allerdings dürfen sich die Retter dabei nicht selbst in Gefahr bringen. Retten will also gelernt sein, am besten in der Rettungsschwimmkursen der SLRG (Schweizerischen Lebensrettungs-Gesellschaft).

Als Gedankstütze haben Experten ein Ampelsystem für die richtige Rettung entwickelt:

ROT: Schauen – Übersicht gewinnen: Art des Unfalls, Standort, Umstaende, Zahl der Patienten, Verletzungen.

GELB: Denken – Gefahr erkennen: nötige und weitere Sofortmassnahmen, vorhandene Mittel (Helfer, Material), Organisation und Einsatz der Mittel

GRÜN: Handeln: Absichern der unfallstele, Bergen, Beurteilung des Allgemeinzustandes, lebensrettende Amssnahmen (Atemwege freimachen, Beatmung, Herzmassage), Ambulanz alarmieren, Überwachung des Patienten.

Nicht ansprechbare Patienten müssen meist beatmet werden, häufig ist zudem eine Herzmassage nötig. Aber auch reanimierte beinahe Ertrunken sind noch nicht über den Berg. Ihnen droht das sogenannte sekundäre Ertrinken durch ein schweres Lungenödem, das sich Minuten bis Stunden später bilden kann. Süsswasser ist dabei ganz besonderes tückisch, weil es von der Lunge sehr rasch aufgenommen wird. Dadurch entsteht um die Lungenbläschen ein dünner Wasserfilm, welcher den Gasaustauschverunmöglicht, zudem verdünnt sich das Blut, weil Wasser in der Kreislauf gelangt ist. In der Folge speichern die roten Blutkörperchen Wasser, bis sie platzen. Manche Fast-Ertrunkene erholen sich erstaunlich schnell. Das ist jedoch nicht beruhigend, sondern ein Alarmzeichen: bei Ihnen besteht ebenfalls die Gefahr des sekundären Ertrinkend. Ein Artzbesuch ist daher nach jedem Ertrinkungsnotfall Pflicht!

Quelle: SLRG (Schweizerischen Lebensrettungs-Gesellschaft), Coopzeitung

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