Kinderhaut vergisst nichts!

Geschrieben von: Judit

2016-05-11

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Kinderhaut ist sehr empfindlich, die UV-Strahlung des Sonnenlichts kann ihm gefährlich sein. Kurzfristig löst das UV-Licht Sonnenbrand aus, langfristig lässt es die Haut altern oder löst gar Hautkrebs aus. 80 Prozent aller Sonnenschäden werden vor dem 18. Lebensjahr verursacht.

Das Kinderhaut ist heller und dünner und produziert zu ihrem Eigenschutz nur wenig Melanin, deshalb kann die Sonneneinstrahlung schlechter wegstecken als Erwachsenenhaut.

Säuglinge sind der UV-Strahlung praktisch schutzlos ausgeliefert und dürfen daher nicht in die direkte Sonne. Innert Kürze würden sie einen Sonnenbrand erleiden und ihre Augen könnten Schaden nehmen. Verwenden Sie für die empfindliche Babyhaut keine Sonnencreme. Schützen Sie Babys mit sonnengerechten Kleidern – und vor allem mit Schatten.

Im zweiten Lebensjahr darf das Kind gut geschützt ein wenig in die Sonne. Auch Sonnencreme können Sie jetzt anwenden (physikalische Filter verwenden). Die starke Mittagssonne von 11-15 Uhr muss auf jeden Fall gemieden werden.

Der Schatten schützt jedoch nicht immer vor indirekter Strahlung durch reflektierende Flächen wie Sand, Beton und Schnee oder vor seitlich einfallender Strahlung.

Kleidung bietet in der Regel einen guten Schutz vor UV-Strahlen.

  • Kopfbedeckung mit breitem Rand, so dass Gesicht und Nacken des Kindes gut beschattet werden.
  • Die Kleidung sollte luftig und nicht zu eng sein und möglichst viel vom Körper bedecken.
  • Weite, lange Hosen und Schuhe, die den ganzen Fuss bedecken schützen besser
  • Verwenden Sie möglichst Textilien mit UV-Schutzfaktor (UPF) 30
  • Achten Sie darauf, dass die Schultern Ihres Kindes auch beim Baden mit einem T-Shirt oder Badekleid bedeckt sind.

Sonnenbrille

Achten Sie darauf, dass die Augen des Kindes insbesondere im Gebirge oder an der See durch eine entsprechende Kopfbedeckung mit Sonnenschirm oder durch eine Sonnenbrille mit UV-Filter geschützt sind. Wählen Sie Sonnenbrille mit CE-Zeichen und den Vermerk 100 % UV-Schutz, die auf allen Seiten möglichst gut schliesst. Eine extreme UV-B-Belastung kann zu schmerzhaften Entzündungen der Horn- und Bindehaut führen.

Sonnenschutzmittel

  • Verwenden Sie nur speziell für Kinder geeignete Sonnenschutzmittel. Cremes und Lotionen trocknen die Kinderhaut weniger aus, als Gele.
  • Kaufen Sie das Produkt, das vor UVA- und UVB-Strahlen schützt mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 20.
  • Tragen Sie grosszügig auf, idealerweise 2x nacheinander.
  • Cremen Sie alle unbedeckten Körperstellen vor dem Hinausgehen – am besten etwa eine halbe Stunde vorher – sorgfältig ein.
  • Achten Sie darauf, dass ausreichend Sonnenschutzmittel aufgetragen wird, da andernfalls der Lichtschutzfaktor nicht wirksam ist.
  • Verwenden Sie auch wasserfeste Produkte nach dem Baden oder Abreiben erneut.

Der Lichtschutzfaktor (LSF) bezieht sich auf den UVB-Filter und besagt, wie viel länger man an der Sonne bleiben kann, bis es zum Sonnenbrand kommt.  Die Crèmes sollen aber auch die UVA-Strahlung filtern. Diese ist zwar schwächer als die UVB-Strahlung, dringt aber tiefer in die Hautschicht ein und lässt so die Haut vorzeitig altern. Hier gilt seit einiger Zeit eine neue EU-Empfehlung: Demnach muss der UVA-Schutz mindestens ein Drittel des UVB-Schutzes betragen. Bei einem LSF von 30 muss der UVA-Schutz also mindestens 10 betragen.

Gehen Sie mit gutem Beispiel voran

Kinder lernen vor allem durch Nachahmen und eifern auch in ihrem Verhalten gerne ihren erwachsenen Vorbildern nach. Ihr Kind wird umso leichter lernen, sich auch selbst vor den Risiken der Sonne zu schützen, wenn Sie als Eltern mit gutem Beispiel vorangehen.

Wussten Sie dass …

… auch bei bewölktem Himmel UV-Strahlen an die Erdoberfläche dringen?

… Sonnenbrillen von schlechter Qualität dem Auge mehr schaden als nützen?

… in den Bergen besonders auf den Sonnenschutz geachtet werden muss?

… UV-Strahlen die Haut altern lassen?

… UV-Strahlen werden nicht immer gleich stark empfunden. Die Intensität der UV-Strahlung wird durch die Jahres- und Tageszeit, geografische Gegebenheiten wie Breitengrad und Höhenmeter, die Dichte der Bewölkung und die Reflexion der UV-Strahlung durch die Umgebung bestimmt.

… UV-Strahlen produzieren Vitamin D, das ist unter anderem für einen guten Knochenbau wichtig. Für eine gesunde Vitamin-D-Versorgung genügt der übliche Aufenthalt im Freien. Säuglingen sollte in den ersten drei Lebensjahren regelmässig ein Vitamin-D-Präparat verabreicht werden.

 

 

 

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