Ersticken

Geschrieben von: admin

2016-01-29

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Normalerweise rutschen Nahrungsstückchen durch den Rachen in die Speiseröhre. Am Übergang des Rachens zur Speiseröhre gibt es aber eine Engstelle, in der ein Nahrungsbrocken stecken bleiben kann. In den meisten Fällen kann man den Fremdkörper durch Husten oder Würgen wieder entfernen. Ist der Atemvorgang massiv behindert, etwa durch Fremdkörper in Luft- und Speiseröhre oder Schwellungen im Mund-und Rachenraum, gelangt nicht mehr genügend Luft in die Lunge. Durch akuten Sauerstoffmangel kann der Betroffene ersticken.

Erstickungsgefahr besteht ebenfalls bei einem Insektenstich im Mund, Rachen oder Hals: in Sekundenschnelle kann es zum Anschwellen der Schleimhäute kommen und damit zur Einengung der Atemwege. Auch Nahrungsmittel (zum Beispiel Nüsse, Obst) können eine allergische Reaktion auslösen.

Kleinkinder erfordern besondere Aufmerksamkeit: Solange sie alles in den Mund stecken, ist die Gefahr groß, dass Fremdkörper in ihre Luftröhre gelangen.

Häufigste Fremdkörper bei Kindern sind kleine, runde, feste Gegenstände wie Nüsse, Bonbons, Popcorn, Münzen, Spielzeugteile oder Murmeln.

Bei Erwachsenen verkeilen sich meist Fischgräten oder Fleischbrocken. Fleisch ist besonders tückisch: Die Stücke können durch Kauen grösser werden.

Ältere Menschen und Kinder unter 3 Jahren sind gefährdeter als andere Altersgruppen.

Kleine Kinder können die Nahrung noch nicht so gut zerbeissen und leider spielen oder herumlaufen sie beim Essen.

Bei älteren Menschen liegt das Problem vor allem an Störungen der Hirnfunktion, sie können den Schluckvorgang nicht mehr so gut koordinieren.

Erkennen des Erstrickens

  • Atemnot (der Betroffene wird unruhig, panisch, zittert und schwitzt)
  • starker Hustenreiz
  • pfeifendes Atemgeräusch
  • blau- /Rotfärbung des Gesichtes
  • Schwellung des Halses oder eine geschwollene Zunge

Hat sich jemand verschluckt, ist die wichtigste Massnahme, den Fremdkörper so schnell wie möglich zu entfernen.

Falls der Betroffene sprechen, atmen und husten kann: fordern Sie den Betroffenen auf, kräftig zu husten und bei ausbleibendem Erfolg rufen Sie den Notruf 112.

Wenn der Betroffene nicht sprechen, atmen und husten kann und der Betroffene zu ersticken droht, müssen Sie den Heimlich-Handgriff anwenden.

  1. Den nach vorne gebeugten Betroffenen mit beiden Armen von hinten um den Bauch fassen
  2. Eine geballte Faust in den Oberbauchbereich unterhalb des Brustbeins (zwischen Nabel und Brustbeinende) platzieren
  3. Mit der anderen Hand Faust umfassen und bis zu fünf Mal kräftig nach hinten oben ziehen
  4. Schlagen Sie dem nach vorne gebeugten Betroffenen bis zu fünf Mal zwischen die Schluterblätter
  5. Lässt sich die Atemwegsverlegung nicht beseitigen, müssen Rückenschläge und Oberbauchkompression im Wechsel solange durchgeführt warden.
  6. Bei ausbleibendem Erfolg, rufen Sie Notruf 112.
  7. Bei eintretender Bewusstlosigkeit und fehlender normaler Atmung Herz-Lungen-Wiederbelebung beginnen.

Im Liegen: Drücken Sie mit einem Handballen ruckartig und kräftig auf den Oberbauch! Diese Maßnahmen sollten aber nur bei schwerer Atemwegsverlegung erfolgen, da sie lebensbedrohliche Verletzungen hervorrufen können.

Bei Kindern unter einem Jahr und bei bewusstlosen Personen sollten Sie nicht auf den Bauch, sondern auf den Brustkorb drücken.

Insektenstiche im Mund-Rachen-Raum

  1. Rufen Sie den Notfall 112
  2. Geben Sie dem Betroffenen Speiseeis oder Eiswürfel zu lutschen, wenn er schlucken kann
  3. Kühlen Sie den Hals mit kalten Umschlägen oder in Tuch eingeschlagenen Eisbeutel bzw. Kühlkompressen
  4. Bei eintretender Bewusstlosigket und fehlender normaler Atmung beginnen Sie die Herz-Lungen-Wiederbelebung

 

Der LifeVac ist ein für den einmaligen Gebrauch bestimmter Apparat zur Wiederbelebung eines Erstickungsopfer, wenn Standard-Reanimationsmassnahmen ohne Erfolg geblieben sind.

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